Gaijin-Syndrome

Ab 12. September Blog eines kleinen FSJ-lers im grossen Japan :3

Tokyo Part II

Weiter geht’s! ;D
Wo waren wir? Achja, ich und mein Zombieauge. Das wird gleich auch nochmal vorkommen, versprochen |D

Das Tagesziel für diesen wunderschönen Samstag sollte Shopping in Shibuya sein – naja wunderschön ist nun Auslegungssache, aber an Regentagen bietet sich auch die ein oder andere einmalige Ästhetik:
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Bevor es in die Reihe großer Einkaufshäuser von denen das berühmteste wohl 109 ist, ging, verließen wir den Shibuya-Bahnhof über den Hachiko-Exit, um das Pflichtfoto mit der dazugehörigen Statue zu schießen – ich konnte einfach nicht fröhlich schauen auf dem Bild im Gedenken an die traurige Geschichte um den treuen Hund 。:゚(。ノω\。)゚・
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Bevor es dann zum Shoppen ging, sprach mich dann neben der Gedenkstatue noch ein Modelscout von der Seite an – von der Nicht-Zombieseite – und wurde schnell konkret bezüglich Fotos für eine Modezeitschrift im Juni. Als ich mich dann zu ihm drehte und er einem netten, aber blutunterlaufenen Blick begegnete, bereute er das eventuell etwas XD
Naja, jedenfalls ein paar Einkäufe später, die sicher auf den Fotos der nächsten Einträge zu sehen sein werden, war es dann auch schon wieder Nacht. Samstagnacht. In Tokyo.
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( ̄〜)   (〜^^)  ( ̄〜)  (`ー´)(0) (≧∀≦)
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 (○´)(*´`*)乂(`●)
Alles Freunde, die Shotaro mir vorstellte und da man hier ja nicht mehr nach Hause kommt, wenn man die letzte Bahn um kurz nach Mitternacht nimmt, blieb genug Zeit, dass sie auch meine Freunde wurden – etwa 21Uhr trafen wir uns in nem Cafe, von dort ab 22Uhr in nen Club, bis kurz vor 1Uhr, weiter in ne Bar und von dort wieder in das Cafe, bis wir irgendwann um 6Uhr den Heimweg antraten.
Dementsprechend bescheiden fiel dann die Planung für den Sonntag aus – um etwa 15Uhr kamen wir in Harajuku an; Shoppen Part II
\(^^)メ(^^)
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Also wer Accessoires sucht, ist hier wirklich genau richtig – es gab wirklich alles o_o
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Ansonsten hat noch die berühmte jap. Medienfirma Nico Nico hier ihren Hauptsitz; natürlich mit kleinem Shop, in dem man sein Geld loswerden kann für allen möglichen Vocaloid-Stuff oder praktisch alles mit dem Logo der Firma. Erklärungen dazu lass ich jetzt mal weg, wer es kennt, der kennt es, wer nicht, darf sich trotzdem an diesem schönen Foto im Shop erfreuen xD
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Dem Sonntag geschuldet war, wie auf dem ersten Foto zu sehen, auch recht viel los und nachdem es eins der Modeviertel für junge Leute, oder alte, die sich weiterhin jung fühlen, ist, war die Hälfte der Menschenmenge weder zum Einkaufen noch zum Besichtigen dort, sondern hauptsächlich um die aufwendig selbstkreierten Outfits von allen Genres, Abstufungen und Interpretationen der Visual Kei-, Streetstyle-, Lolita-, und was es sonst noch so für Szenen gibt, zur Schau zu stellen. Kurzum ein Ort mit Unmengen Rüschen, Ketten, Kleidern, Stiefeln, gefärbten Haaren,  und einem Haarspray-Verbrauch, den eine Großfabrik wohl gerade so an einem Tag Vollbetrieb nachkommen kann.
Einen guten Eindruck kann sicher diese Schaufensterpuppe vermitteln:
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Viel mehr Fotos gibt es allerdings nicht, nachdem wir selbst in einen kleinen Kaufrausch verfielen, bis uns die Menschenmenge etwa um 18Uhr vor dem nahegelegenen kaiserlichen Yoyogi-Park wieder ausspuckte. Zwar hieß uns das riesige Holztor am Eingang durchaus willkommen, nur hatten wir leider kaum Zeit mehr, da wir bis 19Uhr in Shibuya sein mussten – Shotaro hatte ein Jahr an einer Uni für darstellende Künste Theater studiert und eine Freundin aus dieser Zeit, trat an diesem Abend in einem kleinen Theater als Hauptdarstellerin auf.
Zusammengefasst ging es um das Mädchen eines verwaisten Geschwisterpaares, das bei einem der Dorfältesten großgezogen wurde, und welches als bereits Erwachsene während eines Traumes von einer gesichtslosen Frau ein Neugeborenes übergeben bekommt. Tatsächlich findet sich dann am nächsten Morgen vor der Haustür ein Baby vor und nachdem die kleine Familie sich nicht zum aussetzen des Kindes überwinden kann, wie es zu dieser Zeit eigentlich üblich gewesen wäre, beschließt die Frau das Kleine zusammen mit ihrem Bruder großzuziehen. Nach einem Gewirr von vielen weiteren Darstellern, die untereinander interagieren, durch gesellschaftliche Zwänge ihre Liebe nicht ausleben können, zwischen Armut und mütterlicher Verantwortung hin und hergerissen sind und generell ganz viel Drama-Drama (allerdings wirklich gekonnt, obwohl die meisten erst etwa Drittsemester sind), das ich nicht mal knapp zusammenfassen könnte, wenn das Schauspiel auf Deutsch stattgefunden hätte, löste sich in einer großen Endszene alle Spannung auf – die leibliche Mutter durfte mit ihrem Geliebtem, einem jungen Samurai, trotz unterschiedlichem gesellschaftsschichtlichem Hintergrund zusammenleben, konnte somit das Kind nun doch großziehen, und das Geschwisterpaar hatte am eigenen Leib gelernt, durch was für zwingende Umstände eine Verwaisung manchmal zustandekommen kann sowie, dass eine solche keineswegs bedeutet, dass die Eltern sie nicht genug geliebt hätten, um sie behalten zu wollen – sodass die beiden ebenso Frieden mit ihren unbekannten Eltern schließen konnten.
Gute Unterhaltung und nebenbei auch noch Unterricht in alt-japanischer Redensweise – Danke Yuri-chan :D! (Zweite von Links)
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Den Abreisetag begannen wir etwa um 11Uhr – erst zum Hauptbahnhof Tokyo und um einen der Coinlocker kämpfen (ernsthaft, es ist eine Schlacht o_o), um unser Gepäck einzusperren, von dort nochmals nach Harajuku, um der Einladung in den Yoyogi-Park nachzukommen. Nach einem etwas verspätetem Frühstück im Grünen, genossen wir das weitläufige kaiserliche Gelände~

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…erfrischten uns an einer Quelle, die seit Jahrhunderten eines der klarsten Wasser der Region führt~
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…und durchquerten die kaiserliche Straße des Alkohols. Links etwa 20m Fässer mit Bordeaux-Weinfässern, rechts Sake. Was plant der gute alte Akihito da wohl? xD

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Eventuell darf sich ja jeder der kaiserlichen Wachen, die tagein tagaus hinter rumalbernden Touristen hinterherlaufen müssen, zum Jahresende ein solches Fass aussuchen. Ich könnt’s verstehen.

Für uns ging’s jedenfalls weiter in die Innenstadt zum weltweit einzigen Square Enix-Café, an das ebenfalls ein Shop und ein Ausstellungsraum angeschlossen ist (Mediengigant der Projekte wie etwa Final Fantasy und Kingdom Hearts geleitet hat). Von Außen bis Innen war der Bau absolut imagetreu fantastisch und futuristisch ausgestaltet.
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Im Café wurde sich dann erfrischt mit überteuerten alkoholfreien Cocktails mit Namen wie Potion, High-Potion, Elixir, Ifrit, usw., sowie Eisbechern, in denen z.B.  ein Schwert aus dem Finalfantasy-Film als Schoko-Miniatur steckte |D Otaku-Power ahoi! xD
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Da es bereits etwa 17Uhr war, machten wir uns schnell auf den Weg nach Shimokitazawa, einer eher unbekannten Gegend, die allerdings modisch etwa so viel zu bieten hat wie Harajuku – nur weniger Gedränge :‘D
Trotz zweistündigem Umsehen kam für uns beide allerdings nicht viel mehr raus als ein Armband für jeden, ne stylische Gegend war’s dennoch :‘D
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19Uhr, Abendessen, der Tokyo-Tower und unser Gepäck vom Hbf. holen, standen noch aus bis zur Abfahrt des Busses um 21:20Uhr!
Nach langen 30min Anfahrt bis zum Tower, hielten wir dann aber doch prompt inne bei dem glühenden Etwas, das plötzlich vor uns in den Nachthimmel emporragte:
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Diesmal musste es unbedingt nach oben gehen, kein Pardon! Und im Gegensatz zum Skytree hatte man hier auch das gefühlt, dass es sich lohnt – der mit seinen pulsierenden Straßenadern durchzogene Organismus Tokyo entfaltete sich in voller Größe zu unseren Füßen:
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Kann ich nur jedem empfehlen, der mal nach Tokyo reist~ (`・ω´)”
…Ohja und ich hatte ein Déjàvu zu meinem Trip noch Shikoku mit seinen Wasserstrudeln |D Schockt den begeisternd photografierenden Tobi, der alles andere um sich herum dabei vergisst nur damit, dass man ihn aufmerksam macht, mal kurz nach unten zu schauen und da plötzlich kein Boden mehr unter den Füßen ist x’D
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20:50Uhr. Rennen. Stoppen. Einmal McMenü zum Mitnehmen bitte. Rennen. U-Bahn. Gedränge, McDonaldstüte reißt, Orangensaft überall, netter Bahnangestellter der sich sofort drum kümmert, Rennen, Coinlocker, Rennen, 21:30Uhr, zum Glück in der Eile die Karte falsch verstanden – „21:20Uhr bitte anwesend seien, Abfahrt 21:40Uhr!“
Und die Reise endete wie sie begonnen hatte – Eine erneute Entschuldigung an unsere Sitznachbarn für den eventuell nicht ganz so lieblichen Duft |D 

Tokyo Part I!

Mit etwas Verspätung nun auch der Eintrag zu meiner Tokyo-Reise, die ich mit Shotaro, der auch in einem der letzten Beiträge erwähnt ist, angetreten habe :D
Am Donnerstag den 9.05. hatte ich wie immer um 18Uhr Arbeitsschluss, bin direkt nach Hause, habe meine letzten Sachen gepackt bis Shotaro kam, was, kombiniert mit dem kleinen Abendessen danach, dazu führte, dass wir um 21:10Uhr das Haus verließen, wobei um 21:40Uhr unser Nachtbus nach Tokyo abfuhr |D
Eigentlich sollte man schon um 21:20Uhr anwesend sein, aber naja, nach einigem Gerenne mitsamt Gepäck für 4 Tage fanden wir dann irgendwie doch noch um genau 21:38Uhr den Abfahrtsort in Umeda :‘D
Im Vorhinein hatten wir gescherzt, dass sicher ein gutgebauter Typ mit starkem Körpergeruch direkt neben uns sitzend die 9stündige Fahrt versüßen wird – nun sind wir zwar beide recht dünn, aber waren letztlich wir diejenigen, von deren Körpern vom Laufen sicher toller Dunst ausströmte, hachja~ Eine ungelesene Entschuldige an alle in unmittelbarer Sitzplatznähe an dieser Stelle. |D
Wie erwähnt, dann also 9h zum Erholen mit geräumigen 30cm Fußraum, 50cm Sitzbreite, Kursstopps etwa alle 2h mit  Durchsage und stickiger Luft. Nein, das alles ist zwar wahr, aber ganz ehrlich, abgesehn von nem doch recht schmerzendem Nacken am nächsten Morgen, hat mir die Art zu Reisen echt gut gefallen :D Jemandem Älteren würde ich es jetzt nicht unbedingt empfehlen, aber andererseits gibt es wohl auch keine andere Weise, auf die man für umgerechnet 25€ von Osaka nach Tokyo kommt und sich durch die Nachtfahrt auch noch ne Hotelübernachtung spart. :D
Schlussendlich hieß es dann also „Tôkyô Eki“(Bhf.) und die Reise begann!…mit einer schönen Bahnhofsdecke!
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Das Bahnnetz des weltgrößten Stadtgebiets war dann auch wie erwartet übersichtlich…
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…aber zum Glück konnten wir uns etwa auf dem Bereich der kreisförmigen Yamanote-Line beschränken. (Wer zu viel Freizeit hat, kann hier ( http://www.youtube.com/watch?v=KtH5s_ieFS8 ) mal reinhören – die Linie ist berühmt dafür, dass jede einzelne Station eine eigene Anfahrtsmusik hat :D )
Für’s Erste ging’s dann richtung Hostel, um das Gepäck abzulegen, sich kurz die Zähne zu putzen und Sandwiches vom Kombini zu essen, das Wichtigste in einen Rucksack zu packen und auch schon wieder aufzubrechen – erstes Ziel: Der Asakusa-Schrein und sein Kaminarimon (Donnertor)
Auf dem Weg dorthin mussten wir einmal umsteigen, und Tokyo lehrte mich, was wahre U-Bahnen sind: Mit dem Aufzug 6 Stockwerke in die Tiefe, um zum Bahnsteig zu gelangen o_o
Nach diesem Bergwerksfeeling, kam wir dann allerdings auch recht schnell an (`・ω´)”
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Neben den riesigen Laternen an den Haupttoren ist an diesem recht großen Schreinkomplex besonders, dass vor 100-200 Jahren erlaubt wurde, dass Händler im Inneren des Bezirks ihre Läden aufbauen dürfen, was zu dieser langen Einkaufspassage auf dem Foto bis zum Schrein-Inneren geführt hat. Nachdem wir es irgendwie durchgeschafft hatten, kamen wir an einer Art großem, hohen, mit Sand gefüllten Krug vorbei, in dessen Sand Räucherstäbchenbündel gestreckt wurden. Wir erwarben auch ein solches und ließen die zugeschriebe Wirkung auf uns wirken: In den Rauch stellen und dadurch Gesundheit erlangen – Schaden kann’s ja nich; mal abgesehn davon, dass der Sauerstoff knapp wurde bei all dem Rauch.
Und es ging traditionell weiter! Vor dem Gebetsheiligtum warfen wir jeder 200Yen ein und nahmen uns ein „Omikuji“ (eine Art Schicksalszettel), auf dem generell erstmal großes, mittleres oder kleines Glück steht und dann im Einzelnen aufgesplittet wird, wie es genau in den verschiedenen Lebensbereichen aussieht – Ich hab wohl nicht genug dran geglaubt, sodass mir nur kleines Glück zukam, oder Shotaro hatte schon alles Glück auf sich gezogen, denn er hatte ein „großes Glück“ xD
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Auf dem Weg zu Ziel #2, dem Tokyo Skytree, kam uns dann geballt das moderne Japan auf vier Rädern entgegen:
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Wegen so tollen Dingen, kann ich jedem nur empfehlen, mal mehr per Fuß auf sich zunehmen, anstatt jedesmal ne reizarme Bahn zu besteigen, um zum Ziel zu gelangen.
Auf dem recht leicht zu findenden Weg, immerhin ist ein 634m hoher Turm von fast überall aus zusehen, kamen wir dann etwa an dem Asahi-Biermuseum, welches von Außen gesehen einen großen Bierkrug darstellen soll, und weiterhin neben einem dunklen Gebäude mit etwas undefinierbarem, goldenem darauf steht, vorbei und griffen nach dem schäumenden Glück
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Generell war der Weg von Flüssen, Brücken, Parks und anderen schönen Orten durchzogen, sodass die letzte Müdigkeit von der Nachfahrt maximal noch an den Augenrändern zu erkennen war und einige schöne Fotos möglich waren :D
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Das Ziel vor Augen! …so fast zumindest.
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Du willst zum Skytree, dann werde der Skytree!
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Wenn du schnell vorankommen willst, mache viele Pausen – Konfuziusphase: Ende

Allerdings kamen wir dann tatsächlich recht in „Skytown“ an:
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Wurden von allen Richtungen angeschrien, was den Laden, den wir gerade passierten so besonders macht und fanden uns in einer perfekten, mehrstöckigen Konsumwelt rund um den Turmgiganten wieder, dessen Liftgebühr rund 18€ beträgt, nachdem man etwa 1h gewartet hat.
…oder hätte. Wir standen ca. 10min an, schauten uns gleichzeitig in die Augen und gingen nach einem fast wortlosen Nicken glücklich aus der Schlange, aßen billig in nem Schnellimbiss, erfreuten uns noch kurz an dem Anblick von Außen und machten uns mit gelöster Stimmung auf zum nächsten
Ziel.
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Wir konnten es beide nich wirklich erklären, aber uns ging’s beiden absolut gleich – 2000Yen nur für’s hochfahren, sich umschauen, wieder runter und in einem der überteuerten Restaurants mittagessen, überall Touristen, Orten an denen steht, dass von hier die Fotos besonders schön werden, überall Staffs mit festgetackertem Dauergrinsen – eigentlich ja nichts ungewöhnliches, aber naja, uns wir verließen grinsend die lustlos vorantrabende, von Absperrbändern vieherdenähnlich richtung Lift geleitete Menschenmenge und bestiegen vor dem Abmarsch zur berühmten Tôdai (Tokyo Daigaku = Uni) den Turm auf unsere Art:
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Zur Todai war es dann allerdings doch ein ganzes Stück, sodass wir doch mal wieder auf die Bahn zurückgreifen mussten – allerdings wie oben ja schon angerissen in Tokyo durchaus immer wieder ne schöne Erfahrung xD Ich präsentiere: Tokyo-Rushhour
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Große Füße sind hier fehl am Platz, der gute Mann wohnt hier wohl noch nicht lang, allerdings wird sich die Tür sicher gleich darum kümmern:
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Da zur Rushhour aber etwa alle 2min n Zug kommt, ist man im Nu abgefahren, sodass wir bald die heiligen roten Holzpforten der renommiertesten Uni Japans betreten und die Atmosphäre der Genies einatmen konnten. Ist allerdings nichts besonderes – sicher ein Viertel der Leute waren nur Besucher für einen Spaziergang durch das schöne Gelände~
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Der Tag war allerdings noch nicht rum, sodass wir gleich noch den Kaiserpalast abdecken wollten, bevor es in die Nacht geht.
Wieder Bahn – wieder schnell ankommen – wieder Touristen. Wieder…kein Lächeln o_o
Mir fiel’s in dem Moment erstmals richtig auf: Egal wo ich hinsah, keiner der Touris sah jetzt sonderlich glücklich aus; was‘ nur los mit euch, ihr habt Urlaub hallooOoOoo~o! O_O Wenn ich in meiner Freizeit an meine recht lange, harte Arbeit denke, lächle ich automatisch und bin gut drauf XD Wenn dann noch die Eindrücke eines neuen Reiseziels hinzukommen…
Aber gut, vllt lag es daran, dass wir hauptsächlich von ner russischen Reisegruppe umgeben waren. Okay, das gräbt in Klischees, lassen wir das – jedenfalls regte uns da mehr oder weniger bewusst zum Kontrastprogramm an, wenn ich die Bilder gerade so durchsehe xD
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Irgendwann kam einer der uniformierten Kaiserpalast-Aufseherwasauchimmer in unsere Richtung in seinen abgemessenem Schritt, der an diese Wachleute der Queen mit diesen coolen hohen Fellmützen erinnerte, in unsere Richtung, woraufhin wir in etwas schnellerem Tempo als sein Marsch vor ihm weg…gingen. Lange hat das Spielchen allerdings leider nicht angehalten xD Wir wollten ohnehin weiter, denn der Palast war zu dem Zeitpunkt verschlossen, sodass mit dem Außengelände und der Brücke eigentlich alles gesehen war.
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ByeBye Kaiserpalast, Hallo Ikebukuro bei Nacht!
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Das Viertel entspricht etwa Nipponbashi hier in Osaka, von dem ich dachte schonmal berichtet zu haben, allerdings den Einrag im Moment nicht finde, das also demnächst evtl. nachholen  muss o_o – nur ein bisschen größer. Also Elektronik, Games, Anime/Manga-Artikel, die man hier wohl unter Otaku-Kram zusammenfassen würde (Otaku: von お宅, was etwa „Wohnung“ oder „Haus“ meint und sich auf Leute bezieht, die ihrer Leidenschaft so sehr nachgehen, dass sie kaum mehr das Haus verlassen; oft bezogen auf fanatische Anime-Fans). Ganz so schlimm ist es bei uns nicht, aber wer nach Tokyo geht, muss sich auch einmal dieses berühmte Viertel anschauen ^0^!
(Ein Otaku-Absatz eingeschoben: Wer den Anime Durarara kennt, hätte in Ikebukuro wohl einige Déjàvu-Erlebnisse, denn überall stößt man auf Orte, die auch im Anime vorkommen o_o!)
Ein bisschen Einkaufen und viel Umschauen später drängten unsere Mägen uns in die Sunshine-City-Mall zum Essen~ Sicher das beste Gericht der Reise *Q*!
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Zurück ins Hotel – Schlaf! Endlich Schlaf! …naja gut vorher noch kurz in das wohl kleinste Bad mit allem-drum-und-dran der Welt…
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…das Schöne daran ist, man konnte sich beim Zähneputzen entspannt auf den Badewannenrand hocken xD
Ernsthaft, das Hostel ist echt nur zu empfehlen, jeden Tag Reinigung, Betten im western-style, eigenes Bad mit wirklich allem, keine Sperrstunde – und das für 22€ die Nacht in der Nähe von Akihabara, also alle Standardziele in bester Erreichbarkeit. (Übernachtungen: 3x22€, Nachtbus: 2x25€ = pro Person 116€ für ne 4-Tagesreise von Osaka nach Tokyo; ich würd sagen, gutes Recherchieren hat sich ausgezahlt! |D)
Jedenfalls überrollte uns urplötzlich eine Woge der Müdigkeit, als wir es wagten uns auch nur kurz auf die Betten legen zu wollen – sofort weggepennt. Leider waren meine Kontaktlinsen noch drin, was etwa um 6Uhr morgens dazu führte, dass ich von nem dumpfen Schmerz geweckt wurde, ins Bad wankte und einem roten Zombieauge im Spiegel begegnen durfte. Scheiße gelaufen, die Linse hat sich wohl etwas ungünstig bewegt im Schlaf x’D
Zum Glück war ich noch müde genug, die Linse einfach rauszunehmen und sofort weiterzuschlafen, sodass es sich bis um 11Uhr der Wecker klingelte bereits halbwegs erholt hatte – zumindest der Schmerz war weg, der Zombielook sollte mich noch bis Abends begleiten.

——— Und an dieser Stelle: Schnitt! :D Es wird zum einen ätzend lang zum Lesen mittlerweile und zum anderen muss ich jetzt los zum Thai-Essen im Osaka-Schlosspark mit Freunden :‘D Da der Text des abschließenden zweiten Teils allerdings schon verfasst ist, folgt Part 2 dann sogleich die nächsten Tag! ;3 Bis dann! ——

Hanami Nachtrag 花見 

Wha, soll ich etwa wirklich die Bilder der Kirschblütenzeit vergessen haben hochzuladen bei all der Action? X_X
Unverzeihlich D:
Auf Empfehlung fast…aller Bekannten, Kollegen und Freunde ging ich für die Hanami in den Osaka-Schlosspark und hatte schon nen zweiten Kamera-Akku dabei, da ich auf der Kyushu-Reise bereits erfahren durfte wie genial so ein Meer aus Kirschblüten wirken kann.
Die Pflaumenblüten-Hanami hab ich ja wenigstens nicht verplant hier mitzuteilen – und um es in den Worten meiner Japanisch-Lehrerin zu sagen – die Pflaume ist eher bescheiden, während die Kirschblüte ihre gesamte Schönheit auf wenige Tage ballt und sie dann allen prächtig zur Schau stellt.
Viel mehr kann ich dazu eigentlich gar nicht sagen und nur noch die besten Photos in einer kleinen Strecke hier zu zeigen, auch wenn sie dem realen Eindruck nicht wirklich gerecht werden können:


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Picknick oder BBQ unter den Kirschblüten – eine der beliebtesten Aktivitäten der Japaner zu dieser Zeit… verständlicher Weise :‘D

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Das Foto war am nächsten Tag so in etwa in einer der größten Zeitungen des Landes, Mainichi Shinbun! Wer gute Photos schießen kann sich nämlich auch mal  in der Umgebung nach guten Photographen umsehen und was die so machen – recht verstreckt auf ner kleinen Anhöhe hinter einem der Kirschbäume hatte eben ein solcher ziemlich professionell-wirkender Photograph sein Equipment aufgebaut und hat sicher 40min unter Änderung von kleinsten Einstellungsfeinheiten das perfekte Photo zu schießen versucht – auf seiner Equipmenttasche das Logo der Mainichi Shinbun.
Also schnell mal vorbeihuschen, die meditative Ruhe des Meisters evtl. etwas stören und selbst ein mehr oder weniger perfekte Photo schießen 8D XD

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Golden Week °˖✧◝(⁰▿⁰)◜✧˖°

Weiter geht’s mit aktuellen Einträgen!
Der Grund warum ich im Moment Zeit dazu finde: Golden Week  \(@ ̄∇ ̄@)/
Dahinter verbirgt sich eine Reihe von mehr oder weniger konsekutiven Feiertagen zur Jahreszeit mit dem angenehmsten Wetter – Showa-Tag, Verfassungstag, Volksfeiertag, Kindertag (29.April, 3., 4., 5. Mai).
Und für mich gesagt, kann ich den Namen Golden Week nur voll und ganz beipflichten, denn man kann sich wirklich eine der tollsten Zeiten des Jahres machen  d=(´▽`)=b
Angefangen beim Shikokutrip, der durch den Showa-Tag ermöglicht wurde, ging es am letzten Freitag zu einem Samurai-Festival im Umland Osakas.
Erfahren hab ich von dem Event über einen Zeitungsartikel, den mir meine Japanischlehrerin mitgebracht hatte, da sie mein Interesse an solchen Dingen mittlerweile schon allzu gut kennt |D.
„Chanbara Matsuri“ – Chanbara ist hierbei eine Anomotopoesie, die sich auf das Geräusch aufeinanderklirrender Schwerter bezieht, wobei Matsuri schlicht mit ‚Fest‘ zu übersetzen ist.
Kontext ist eine Schlacht von vor etwa 400 Jahren zwischen Sanada Yukimura und Date Masamune auf genau dem Festivalgelände;

Und eben diese Schlacht wird seit einigen Jahren dort nachgestellt und erneut ausgefochten.
Teilnehmer: Jeder der vorbeikommt – Mit etwa 4 Jahren Kendo-Erfahrung sollte da doch sicher was gehen! >D
Nachdem wir mit Schaumstoffschwertern und einem an den Arm geklebten Luftballon ausgerüstet worden waren, folgte für uns die Einteilung in den Date-Clan, der Clan der historisch gesehen verloren hatte. Auf dass die Geschichte also geändert werden möge!

…Auch wenn sich das etwas schwierig zu gestalten schien – wir hatten nur unseren Herren Masamune als gerüsteten Mann…

(Wenngleich man skeptisch wurde, was seine Qualitäten anging, nachdem bei jedem zweiten Windstoß die an seinem Helm angebrachte Sichel abgefallen ist)
 …während der Sanadaclan gleich mit seiner ganzen Kriegerfamilie anrückte ⊙﹏⊙

Und noch dazu vermutlich Pferde unbekannten Gestanks besaß   o_o

Insgesamt mochten drei Angriffswellen die Schlacht entscheiden und nach gegenseitigen Kampfesreden der Herren, stürmten die Fronten los – Und nein, das Vokabular ist nicht nur wegen der Unterhaltsamkeit so gewählt, nein, man mag nicht glauben, wie in den Augen der immer höflich-zurückhaltenden Japaner, egal welchen Alters oder Geschlechts, plötzlich eine Entschlossenheit aufflackert, sobald sie etwas Stockartiges in der Hand halten und ein Muschelhorn geblasen wird.

Am schlimmsten waren allerdings die Chanbara-Clubmitglieder (Ja, diese Aktivität ist scheinbar so beliebt, dass sich damit ein Freizeitclub gründen lässt. Japan… x’D) – denn nachdem wir in Runde 1 einfach mal hochmotiviert in die gegnerischen Reihen liefen, traf uns die Dumpfheit des Krieges bereits in Minute 2 von 15 – Alle Entschlossenheit, aller Mut, alle Kameradschaft bis zum Schluss, Rücken an Rücken sich gegenseitig schützend, die Zukunft, um die es zu kämpfen galt…alles mit zwei Streichen etwa 8Jähriger Chanbara-Clubmitglieder der Sanada-Truppen beendet, denen das Klebeband, mit dem unsere Luftballone an unseren Shirts befestigt waren, nicht standhalten konnten.
Nachdem die zwei wichtigsten Kämpfer gefallen waren, wandelte sich natürlich das Kriegsglück und die Sanadatruppen gewannen Runde 1. Ab nun bedeutete jede weitere Niederlage das Ende.
Nachdem sich die meisten Teilnehmer wieder gefasst hatten und in ihr japanisches Lächeln zurückgefallen waren - unter dem manch einer völlig erstaunt feststellen musste, dass während des Gefechts auf unerklärliche Weise sein Schaumstoffschwert halb zerborsten ist… - wurden alle wieder ordentlich ausgestattet und erhielten den nächsten Ballon.
Runde 2! Masamune wollte nun einen Flankenangriff – und das stellte sich auch als gute Strategie heraus, denn kombiniert mit dem heldenhaften Einsatz zweier junger Recken, die ….wieder in den ersten Minuten fielen…, gehörte Runde 2 uns!
Der dritte Akt sollte also die Entscheidung bringen. In einer solch aufgeheizten Zwischenpause scheint es für den Japaner nichts passenderes zu geben, als in der Menge einen Ausländer zu entdecken , ihn zum Kommentatorenbereich zu zerren und nach dem Eindruck zum Festival zu fragen – oh yes, mein Glück mal wieder |D Sind ja nur so 600 Leute auf dem Festival und mein Japanisch meint bei all der Aufmerksamkeit wäre ne Mittagspause die bessere Option.
Knappe Floskeln von mir gebend kam ich allerdings dann irgendwann davon x’D

Hachja, Gaijin Syndrome par excellence.
Aber der eigentliche Kampf stand ja erst noch an!
Irgendwie schien das Ganze nicht so zu passen, denn auch diesmal, sollten wir recht schnell auf der Totenbank landen x’D Wenigstens blieb mir dadurch Zeit, für euch folgendes Video zu drehen, welches das Gefecht eventuell ganz gut einfängt! >D
http://www.youtube.com/watch?v=XdnbHud7w9Y
Ja, der Staff-Typ am Ende, hat mich wieder zum Kommentatorenbereich bedeutet, wo ich nochmal nen knappen Kommentar zu meinem Todesumstände abgeben durfte, hurräy. |D
Aber wir waren nicht umsonst gestorben! An diesem historischen dritten Mai sollte die Geschichte geändert werden – Sieg des Date-Clans!

Banzai und so.

Unbeeindruckt von dreifachem Tod, genossen wir dann das geniale Wetter und nutzen die schöne Umgebung für ein paar Fotos ~


…bis wir uns wieder auf den Weg Richtung Innenstadt machten, wo wir uns nicht wirklich anders die Zeit vertrieben |D

…was eigentlich für den Rest des Tages gilt – vom Treffen mit weiteren Freunden bis zum Heimweg mit der letzten Bahn xD

Damit war der Verfassungs-Feiertag wohl gut genutzt und der Volksfeiertag konnte kommen!
Obwohl es ein Feiertag war, an dem sicher irgendwo irgendeine typisch-japanische Sache anzutreffen gewesen wäre, empfand ich es irgendwie als viel schöner mich an dem Tag einfach ganz normal mit dem Freund vom Vortag, Shotaro und einem weiteren, Yuga zu treffen. In letzter Zeit werden diese Momente, nach 8 Monaten wohl ganz natürlich, sich ein authentisches, normal-japanisches Leben aufgebaut zu haben, immer häufiger – also mal abgesehn von Festen auf denen man plötzlich Interviews geben soll.
Ausgeschlafen wurde dann jedenfalls mein Frühstück zum Mittagessen mit Yuga, woraufhin wir uns in nem Gamecenter die Zeit vertrieben, bis Shotaro hinzukam.
Nach fatalen Niederlagen in 2-3 Spielen meinerseits, schossen wir ein paar der immer-beliebten Purikura-Fotos, was mir schon eher lag xD

Bis zum Abend streiften wir danach zu dritt durch ein klein-gassiges, niedriges Viertel, das in starkem Kontrast zu den direkt angrenzenden Hochhäuser der Innenstadt stand und sich der ein oder andere Ort für gute Fotos zeigte~

Bis im Usagi-Café (=Hase) langsam ein gelungener Volksfeiertag sein Ende fand…~


Feiertag der Kinder!
Wieder bestes Wetter – wieder frei – spontan auf in den Osakaschlosspark zum Picknicken!

Waren allerdings nicht die einzigen mit der Idee, sodass es beinahe schwer war nen Platz zum niederlassen zu finden – andererseits tönte dafür von irgendwoher kostenlose Livemusik her und interessante Nachbarn konnte man auch beobachten xD

Nachdem das gute Wetter sich hielt und wenn man schon mal nen Japaner bei sich hat, bot es sich geradezu an, bis zum Abend an der frischen Luft Japanisch zu lernen…~
Ohja, Sonntagsfriede :‘D

Nun ist Montag der Sechste und ich durfte dank meinem einjährigen Aufenthalt nun die Erfahrung der Golden Week einmal in meinem Leben wie jeder andere Japaner miterleben.

Sankyû Japan!! …um es mal in Lautschrift des echt herausfordernden Japaner-Englisch auszudrücken XD

Shikoku!

Dann kämpfen wir mal um das Wiedergewinnen des Vertrauens der Leser und uploaden noch heute Abend! Hoffentlich…xD
Mit dem Kurztripp nach Shikoku Sonntag/Montag (28.-29.April), hätte ich eins meiner Ziele für Japan abgehakt: Einmal drei der vier Hauptinseln Japans (Hokkaido lassen wir mal weg, da is es kalt und  es gibt nur Pferde.) also Honshu, Kyushu und eben Shikoku bereist haben. Dass das impliziert, dass ich auf Kyushu war, ist jetzt dramaturgisch etwas ungeschickt; das weiß der normale Leser dieses Blogs ja noch gar nicht |D Der Kyushu-Urlaub folgte direkt auf das Volounteer-Seminar in Hiroshima! ..von dem auch noch nicht wirklich die Rede war….(;´・`)>
Ok, wir kriegen das hin, fangen wir einfach mal beim Aktuellsten an!
Samstag kurz nach der Arbeit erst mit Freunden treffen, was schlussendlich in ner Bar endete, weshalb ich echt froh gewesen wäre, wenn ich bereits  gepackt hätte, nachdem ich mit der letzten Bahn nach Hause kam |D Aber hilft ja nix, wer trinken kann, kann auch Leistung erbringen. Ein paar Stunden Schlaf später und einem Rucksack mit allem Nötigen auf dem Rücken, ging es dann zum Osaka Bus Terminal, wo ich mich mit einem koreanischen Workingholiday aus meiner Einsatzstelle verabredet hatte.  Der Unterschied zwischen ihm und mir ist übrigens, dass ich ein der Welt unentgeldlich helfen-wollender Freiwilliger bin und kein Workingholiday, der sich irgendwie nen langen Urlaub finanzieren will – und weil ich so nett bin, bekomme ich für die gleiche Arbeit etwa die Hälfte an Lohn ლ(ಠ_ಠლ)
Und trotzdem ist auch er sehr nett; sodass wir beide uns während der Arbeitszeit mal spontan dazu entschlossen haben. So spontan, dass wir keinen Schlafplatz für den Abend oder auch nur ne Reservierung für die Busse nach bzw von Shikoku zurück oder dergleichen hatten – Diese Art zu Reisen ist, denk ich, mal für jeden ne Erfahrung wert! :D
Unsere Spontanität wurde dann damit belohnt, dass wir keinen Sitzplatz mehr für den nächsten Reisebus nach Shikoku bekommen haben, uns Japan in der einstündigen Wartezeit auf den darauffolgenden dafür aber mit ner vollen Breitseite Klischee in Form eines etwa 6m großen Pikachus aufwartete.
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Die restliche Zeit in nem bekannten Kaufhaus, in dem etwa das Photo des Posts vorhin entstanden ist, verging dann auch recht schnell, sodass wir bald unsere Plätze mit dem Ziel Naruto City einnehmen konnten! (Wer dabei jetzt zufällig an den Manga denkt, den werde ich enttäuschen müssen, denn dort gibt es leider nichts im Zusammenhang mit selbigem, ich hab extra Ausschau gehalten Q_Q Aber auch wenn nichts auf den Manga hingewiesen hat, so weißt doch der Manga auf die Stadt hin, denn: Am berühmtesten ist die Stadt für sein Ramen und ist auch der Ursprungsort für die spiralförmigen Scheiben im Ramen, nachdenen der Manga-Charakter benannt wurde – und wer jetzt nix verstanden hat, versteht sicher nun den Sinn der Umklammerung dieser Passage 8D)
Die Fahrt führte von Kobe über Awajishima nach Naruto, was deswegen erwähnenswert ist, weil die Brücke zwischen Awajishima, Akashi-Kaikyô-Brücke, seit 1998 die Brücke mit der größten Stützweite weltweit ist, wie mir Wikipedia mein Halbwissen gerade bestätigt hat :D
Die unglaubliche Weite der Brücke wird eindrucksvoll auf meinem Schnappschuss sichtbar.
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Wem das nicht reicht, der möge mit dem hier einen Eindruck gewinnen >_>
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Wie dem auch sei, scheinbar waren wir die einzigen Touristen, denn mitten auf der Brücke zwischen Awajishima und Naruto wurde gestoppt und wir wurden vom Fahrer auffordernd angeschaut – aussteigen bitte.
Ein Bus mit 60 Mann hielt auf einer Brücke und 58 Mann fuhren weiter. 2 Mann standen etwas verdutzt rum. Bis sie das Ortsschild der Stadt Naruto sahen, welches in Form von Strudeln designed war. Ziel #1 der Reise schien nah: Die Wasserstrudel von Naruto!
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Nachdem wir die Brücke in die richtige Richtung überquert hatten, lag vor uns ein schmaler Küstenpark, der wohl die schönsten Anblicke der Reise bieten sollte bei perfektem Wetter:
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Gerade von der Brücke runter, hieß es dann allerdings auch gleich wieder zurück – nur diesmal unter die Autos. Also ein ganzes Stück darunter, denn extra zur touristischen Nutzung der durch die Brücke erzeugten Wasserstrudel wurde ein Unterbau an selbige angebracht, damit man das Spektakel auch ungestört genießen kann – oder eventuell auch nicht ganz so ungestört, da alle 100m ein Glasfenster in den Boden eingebracht war, sodass man praktisch das Gefühl hatte in 45m Höhe über Wasser zu schweben, das alles in die Tiefe reißt, was ihm nicht genügend Respekt entgegenbringt.
Okay, ganz so dramatisch war es dann vllt. auch wieder nicht, aber gewöhnen kann man sicher irgendwie auch nicht daran, kurz nicht nach unten zu schauen und sich plötzlich mal wieder im Nichts Fuß fassend vorzufinden xD
Aber das Fotographenherz begeistert das natürlich 8D
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Weiter ging es mit Punkt #2 auf der Shikoku-Liste: Udon! Neben Ramen ist auch diese Suppe im ganzen Land bekannt, sodass das natürlich auch sein musste, wir hatten extra bis dahin nichts gegessen, um dem Geschmack auch ja gerecht zu werden…was evtl. zu der Gaumenfreude beigetragen haben könnte, nachdem bereits seit 2h mein Magen geknurrt hatte |D
Jedenfalls sehr schmackhaft!
Wiederbelebt und mit Süßkartoffel-Kuchen in der Hand, für welche die Region ebenfalls bekannt ist, ging es dann auf die Suche nach nem Bus in die Stadt. Gerade rechtzeitig, denn es fuhr um 17:38Uhr nur noch ein einziger. Was schon von der Größe der „Stadt“ zeugte.
Im japanischen Hinteroberpfaffenhofen angekommen, begann gleich die Suche nach einer Unterkunft. Leider war der Ort klein genug, dass sich alle Businesshotels preislich abgesprochen zu haben schienen, sodass alles suchen nicht zu günstigeren Preisen geführt hat, sondern nur zu der Erkenntniss, dass bereits fast alles ausgebucht ist und Doppelzimmer genauso viel kosten wie zwei Einzelzimmer; warum auch immer. Durch das einstündige Rumsuchen haben wir dann aber wenigstens noch ein freies Zimmer mit zwei Einzelbetten finden können – und die Gegend etwas kennengelernt, sodass wir nach Ablegen des Gepäcks gleich los zum Ramen-Essen gehen konnten
(Das weiß-pinke Ding ist übrigens besagtes ‚Naruto‘)
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Von der verschlafenen Checkout-Frist wachgeklingelt, machten wir uns dann um kurz nach 10Uhr gut ausgeschlafen wieder auf den Weg – Vor dem schlafen kurz recherchiert, was es noch so erreichbares gibt auf Shikoku und für einen scheinbar berühmten Schrein in der Nähe Tokushimas entschieden. Also in den nächsten Bus nach Tokushima. Wo wir uns diesmal unter Palmen in einer richtigen Stadt wiederfanden~
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Also auf zum 大麻比古神社 (Oasahiko-Shrine)  ! Nachdem wir den Linienbus eben dorthin ganz knapp verpasst hatten und nicht ne Stunde auf den nächsten warten wollten, fragten wir ganz schlau unsere iPhone-App um Rat und stellten fest, dass der Auskunftstyp ja keine Ahnung hat und man mit der Bahn in 10Minuten dort ist, statt ner 40minütigen Busfahrt.
Man ahnt eventuell schon, dass wir in einem gleichnamigen nur leider völlig unspektakulären Allerweltsschrein ankamen, von denen es in meiner Wohngegend in Fußmarschweite 4 schönere gibt.
Aber das Wetter war schön, wir waren ausgeschlafen, wir hatten einen friedlichen Ort gefunden – es kostete nicht viel Anstrengung zu erkennen, dass es völlig gleichgültig war, die Sightseeing-Attraktion nicht besichtigt haben zu werden.

Wer trotzdem beim Lesen den Eindruck hatte, dass das Hauptgewicht der Reiseerfolge bei gutem Essen liegt, wird sicher den nächsten Schritt erraten können: Die letzte Spezialität Shikokus – Tempura = Frittierte Garnelen.
(Ich hatte nebenbei erwähnt, keine Ahnung vom Essen auf Shikoku, aber ganz ehrlich, wenn man mit nem Asiaten reist, wird das automatisch fast zum obersten Reiseziel. Aber ich hatte es schon geahnt, denn immer, wenn ich nach einem Kurztrip wieder zurückgekommen war, wurde ich in der Arbeit als erstes oder spätestens als zweites gefragt, was ich dort leckeres gegessen habe. ┐(‘~`;)┌ )
Glücklicherweise ja immernoch in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, waren wir schnell wieder dort, wo sich dann auch gleich ein Restaurant fand, bei dem wir Tempura und Tokushima-Ramen – das sich durchaus von Naruto-Ramen unterscheidet xD – bestellen konnten :D
Recht unspektakulär ging’s dann um 16Uhr auch schon wieder zurück im Osaka Terminal, wo wir um 18:20Uhr etwa ankamen und sich ein umfassendes Heimatsgefühl ausbreitete~
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ただいま~!

Mal wieder reichlich lang her, dass ich was upgedated hab, aber ich hab immernoch nicht aufgegeben alles noch irgendwie nachzutragen - in welcher Freizeit auch immer |D (Du weißt, dass du in Japan bist, wenn du aufgefordert wirst fake-Urlaubstage in deinen monatlichen Arbeitsplan einzutragen, obwohl du gearbeitet hast, damit deine Überstunden nicht außer Maß geraten.      - Nicht, dass das noch viel ausmachen würde, bei  mittlerweile 117 Überstunden XD    also verzeiht QwQ)Montag war jedenfalls Feiertag, sodass ich von Sonntag auf Montag mit nem koreanischen Kollegen das erste mal nen Fuß auf Shikoku, Japans viertgrößte Insel, gesetzt hab! Der Eintrag folgt am besten noch heute Abend! |D (glaubt mir noch irgendwer? XD)

Mal wieder reichlich lang her, dass ich was upgedated hab, aber ich hab immernoch nicht aufgegeben alles noch irgendwie nachzutragen - in welcher Freizeit auch immer |D (Du weißt, dass du in Japan bist, wenn du aufgefordert wirst fake-Urlaubstage in deinen monatlichen Arbeitsplan einzutragen, obwohl du gearbeitet hast, damit deine Überstunden nicht außer Maß geraten.      - Nicht, dass das noch viel ausmachen würde, bei  mittlerweile 117 Überstunden XD    also verzeiht QwQ)
Montag war jedenfalls Feiertag, sodass ich von Sonntag auf Montag mit nem koreanischen Kollegen das erste mal nen Fuß auf Shikoku, Japans viertgrößte Insel, gesetzt hab! Der Eintrag folgt am besten noch heute Abend! |D (glaubt mir noch irgendwer? XD)

TWBC 2013

Oh man, es war so weit – der Tag der Hairshow, die ich in nem früheren Eintrag schon mal erwähnt hatte, war letzten Montag, 8.April gekommen, die Vorbereitung ging allerdings schon am Vorabend los.
Dachte ich zumindest. – Nachdem ich Samstagabend mit ein paar Arbeitskollegen nach Arbeitsschluss direkt zu einem nach Hause - gut, davor noch bei nem Getränkeladen eingedeckt - gegangen und nach einem Abend, der rückblickend erstaunlich glücklich verlaufen ist, trotz der Mischung von gemeinsamen Frittieren auf dem Tisch und eine Drink-Empfehlung nach der anderen durchprobieren zu müssen, die letzte Bahn nach Hause genommen habe, bis ich dann irgendwann um 3Uhr schlafen ging, in der Aussicht, mich schön entspannt bis 12Uhr auszuschlafen, mich mit nem Freund, Shotaro, zu treffen, der mir nochmal wegen dem Runwaywalk helfen wollte und um 20Uhr dann zur Showvorbereitung zu gehen… (Ein schöner Satz, ich weiß xD) Seit diesem Morgen jedenfalls hab ich nen Schlafmangel, den ich bis heute, Donnerstag, nicht ausgleichen konnte – Denn spontan, wie man es im japanischen Arbeitsweltbild als selbstverständlich erwarten kann, wurde ich um 9Uhr wachgeklingelt, ich solle bitte schon um 12:30Uhr zu ner Probe kommen…

Aber ich stand pünklich auf der nicht vorhandenen Matte – Mit zwei der anderen vier Models, habe ich dann auf den Cheffriseur, Ikeda-sensei, gewartet, bis wir zu nem öffentlichen Konferenzgebäude geführt wurden, von dem ein großer Saal als Proberaum für den morgigen, großen Saal gebucht wurden war.
Bis auf die Erkenntnis, dass insg. 5 Friseurteams zu verschiedenen Themen die Show insgesamt gestalten werden, dass wir ein cooles Video auf einer riesen Leinwand hinter uns und als Performance-Musik Lieder von einem meiner Lieblingskünstler, Miyavi, haben werden, hat die Zeit bis 15Uhr nicht wirklich viel gebracht. Was soll’s, um 16Uhr war ich erst verabredet, also passte es gerade perfekt.
Ich hatte gar nicht allzu viel Hoffnung in das Training mit ihm gesetzt und wollte hauptsächlich einfach zusammen was unternehmen – aber, dass er mich zu dem Treffpunkt für alle jungen Mode/Model/Foto/Tanz-Intressierten in Osaka führt, geschweige denn, dass es sowas überhaupt gibt, und ich dann in extrem kurzer Zeit echt viele nützliche Tipps bekomme, obwohl es dort alle fast nur hobbymäßig machen, hatte ich nicht gedacht. Denn wie sich herausstellte, geht er da selbst ziemlich oft hin und kannte fast jeden; sodass nach und nach immer verschiedene Leute noch hinzukamen und mir helfen wollten, sei es Hosshan, Yuga, ein Halbjapaner namens Mikel mit ner Frauenstimme, ein weiterer Typ, der die Events an diesem Ort im Mai planen wird oder Ken, von dem ich ein Breakdance-Video gemacht habe, das ich gerne hier einbetten würde, was Tumblr allerdings nicht zulässt, sodass ich es wohl später separat hochladen muss :‘D – Der Enthusiasmus und die Leidenschaft dort, gepaart mit dem Talent und dem Spaß, den man dort durchgehend in mind. gleichem Maße zusammen hat, war wirklich ne klasse Atmosphäre.

Viele Beruhigungen und Beschwichtigungen später und nachdem mich Shotaro noch bis zum Salon, in dem das Meeting stattfand, begleitet hat, ging’s also auch schon wieder weiter. Und wie es weiterging; der Stylist hat nochmal alle Outfits angepasst, umverteilt, ausbalanciert, was weiß ich, jedes Model hatte ne kurze Besprechung mit seinem Friseur auf der Bühne, die meiste Zeit nahm allerdings natürlich die geplante Performance und das angleichen derselben an die Musik in Anspruch.

 Evtl. erschwert durch den Umstand, dass alle Instruktionen natürlich auf Japanisch waren und Nachfragen eher nicht drin waren, kam hiermit dann aber spätestens der erste Moment, in dem sich mir bewahrheitete, was man so oft hört – dass Modeln sicher nicht nur seine Gene ausnutzen und Geldscheffeln ist. Drei Seiten mit 25 Positionen, die wir 5 Models auf der Bühne nacheinander und natürlich alle im gleichen Timing einnehmen mussten. Ich hab das Ganze so oft geistig abgespielt, dass es immernoch durch meinen Kopf spukt: vorn-rechts auf der Bühne ‚Smarte Pose‘ – Zur Mitte bewegen, zu Zweit nach hinten, zu Dritt nach Vorne, Posen bis die Stühle auf die Bühne gebracht worden sind, Setzen, Schneiden & Stylen, Aufstehen, Jackett aus und abgeben, Lederjacke anziehen lassen, Runterbeugen damit man mir den Schal umlegen kann, im neuen Styling an den vorderen Bühnenrand und posen, zu viert nach hinten, ‚freestyle Pose‘, zu viert von der Bühne, warten bis der Cheffriseur mit seinem Model fertig ist, als Dritter wieder auf die Bühne, nach rechts-vorne, zu Dritt zurück nach hinten, hinter den Beiden anderen schräg nach links-vorne, zur Bühnenmitte, 2Sek. Posen, Treppe runter, Runway bis zu 2/3 der Strecke laufen, ‚wilde Pose‘, zurück, als zweiter von rechts einreihen, allesamt zurück, nochmal vor, in die Startposition, Licht aus, runter von der Bühne. Raus. Aus. Meinem. Kopf. X’D
Wie ihr seht, es saß also – nach 5h Probe in dem Salon und Durchgehen vor der Show.

Die besagten 3 Blätter - und das Foto ist in dem Hotelzimmer entstanden, das jedes Model bekommen hat und zu dem wir um kurz nach 1Uhr morgens hingefahren wurden. Um kurz vor 2Uhr wurde uns in der Hotellobby gesagt „Hier habt ihr eure Zimmerschlüssel, ruht euch gut aus – achja und um 6:30Uhr ist Abfahrt!“

Nachdem ich etwa um 3Uhr einschlafen konnte, ging mein Wecker dann um 5:30Uhr, sodass der Getränkeautomat im Hotelflur mit Kaffee kurzzeitig zu meinem Gott wurde.
Wenigstens ging es niemandem anders und den Schatten unter den Augen wurde auch schnell mit ner Menge Make-Up Abhilfe geschaffen, sobald wir in dem Raum für unser Team angekommen waren.

 Das Auftragen wurde allerdings für unsere Generalprobe mittendring unterbrochen, sodass wir Models mit Foundation und Haarklammern über die Bühne irren durften xD
Jedenfalls wurde mir dann zum ersten Mal die Größe der Osaka Riga Royal Hotel-Hall bewusst:

Ungelogen, kamen sicherlich 900 Gäste, von denen alle umgerechnet etwa 45€ Eintritt gezahlt hatten. Zwei Kameramänner hatten auch schon mit ihren Vorbereitungen begonnen, der Tontechniker hat schon ungeduldig auf uns gewartet, überall noch irgendwelche Assistenten rumgewuselt, und wir mittendrin laufen unsere 25. Positionen ab. Selbst die anderen Models, die alle schon so seit 6 Jahren modeln, meinten, das wär eher eine der größten Shows ihrer Laufbahn. Oh achja, da zeigte sich mir dann auch der Horror des Tages zum ersten Mal – Denn als Schuhe waren mir recht hohe Stiefel mit etwa 3,5cm Absatz zugeteilt und dann hatte ich das hier vor mir:

Die Treppe, die von der Bühne runter auf den Runway führt – die schmale, rutschige, steile Treppe, die dorthin führt. Die anderen Models hatten auch nen gewissen Respekt vor ihr - und die hatten alle flache Schuhe an x’D
Geistig lief in dem Moment etwa folgendes ab:

Zum Glück war die Probezeit allerdings kurz genug, um mich nicht weiter hineinsteigern zu können – sodass es recht schnell in unseren Raum zurückging, wo wir folgendes Schildchen bekommen haben, das mich schon wieder gleich hat lächeln lassen :D

Da steht Model drauf. Auf meinem Schildchen steht Model drauf.



Die Wartezeit bis 12:30Uhr für unseren Auftritt wurde dann nur noch mit Haarschnitt vorbereiten, Anproben, Performance durchgehen, Lauftipps von den anderen Models bekommen, Nickerchen und Rumalbern zu (meiner) Beruhigung verbracht.

(Ja, von mir gibt’s auch so n Perrückenkopf-Double 8D)

Ohja, und was mega das Highlife-Feeling war – wobei sich ja ohnehin schon jeder nur um uns 5 gekümmert und mega höflich gegenüber verhalten hat: ich hab einmal leise vor mich hingemurmelt, dass ich Hunger hab, was dann einer der Friseure gehört haben muss, denn kurz darauf wurde einer der Assistenten zum Einkaufen von 25 Flaschen Wasser, Grüntee und ner Kiste Snacks losgeschickt XDDD

Irgendwann holte uns der Ernst aber wieder ein, als wir ab 12:10Uhr bereit hinter der Bühne standen.
Das Team, das uns vorausging, kam bald darauf im Versuch ihr ausgeschüttetes Adrenalin wieder unter Kontrolle zu bekommen, an uns vorbei, wünschte uns Glück, verschwand, unsere Einlaufmusik erschien im Gegenzug und, ungelogen, in dem Moment musste ich an alle denken, die mir bis dorthin ohne zu Zögern geholfen hatten, sodass ich trotz aller Anspannung mit nem Lächeln auf die dunkle Bühne treten konnte, bevor das Licht anging und es dem ‚Modelface‘ weichen musste.
Nicht, dass mich das vor nem prompten Umschwung in meinem Hormonhaushalt hätte bewahren können XD Denn es zeigte sich Problem #2, das mit der assi Treppe in Beängstigung konkurrieren konnte: Ich sah nichts außer den Strahler, der auf mich zeigte. Absolut nichts. Natürlich hab ich auch nie bei den Proben zur Seite geschaut, aber die Synchronisation mit den anderen vom Timing her lief immer grob über die Augenwinkel. Auch, wenn ich mir sonst denke ich nichts anmerken hab lassen, ein paar der Sekunden während unseres 15min Auftritts konnte man sicherlich nervöse Augen bei mir feststellen x’D
Ehrlich gesagt war das wohl der Grund, warum ich das Jackett dann vor dem Schneiden & Stylen und nich danach ausgezogen hab, was allerdings mein Friseur ohne die geringste Miene zu verziehen mitgetragen hat und die Zeit nach dem Stylen bis meine Lederjacke herbeigetragen wurde mit ganz natürlich wirkenden Nachstylen im Stehen ausgeglichen hat. Oh, wie war ich ihm dankbar x’D
Wie ich es die Treppe des Grauens heruntergeschafft hab, ohne nach unten zu schauen oder zu fallen, weiß ich ehrlich nicht mehr, hatte gefühlt keinen einzigen Gedanken bis ich unten war. ヾ(´・ ・`。)ノ”
Performance absolviert, Licht aus, Musik aus, runter von der Bühne, unendliche Erleichterung beim ganzen Team, gemeinsame Fotos in allen Konstellationen, breites Lächeln wieder kontrollieren und raus zu den Gästen in die Vorhalle - wo dann auch das Eröffnungsfoto dieses Posts entstanden ist.

Als krönenden Abschluss haben wir Models dann von dem Eventmanager noch Sponsorgeschenke – teure Haar- und Hautpflegeprodukte – überreicht bekommen und zurück im Vorbereitungsraum meinte unser Cheffriseur, er würde uns Models gerne bitten, alle Produkte mizunehmen, die nicht aufgebraucht wurden.

Dann ging’s heim, hab mich noch mit einem der anderen für den 20. zum Feiern verabredet, und hätte sicherlich sofort schlafen können, obwohl’s erst Nachmittag war

– aaaaber ich hatte noch ein Treffen anstehen, zum einen als Feier, die Show überstanden zu haben und zum anderen als Feier dafür, dass der Freund, Jun, es mit Bestnote durch die Uniprüfung geschafft hat – was dann auch bis zur letzten Bahn um Mitternacht ging :D

Würde also mal sagen, selten so viel geballt in 3 Tagen unternommen, sodass ich euch jetzt stolz meine geschundenen Füße von Montagnacht präsentieren kann : D XDD

Mit diesem tollen Abschlussbild: bis dann!
[Seminar- und Reisezeit wird einfach noch bald folgen, ganz sicher, die Fotos sind es auf jeden Fall wert x’D]


Mehrere Wagenladungen Asche von den coolen Lastwagen hier in Japan, die über Lautsprecher ankündigen, dass sie gleich nach rechts/links abbiegen oder rückwärtsfahren werden, über mein Haupt, dass ich so lang nix aktualisiert habe hier! Ich hatte 11 Tage lang ein Friedensseminar in Hiroshima und daraufhin kam meine Mutter für einen Kurzurlaub zu meinem Geburtstag am 15.3., woraufhin wir ein bisschen Kyushu und Kansai bereist haben - insgesamt kommt das dann auf knapp 2000 Photos und so viele unzählige kleine Stroys, dass ich am besten meine Arbeit kündige, um fertig zu werden. Dann wirds allerdings mit der Miete schwer. Dann…also wohl doch etwas Geduld - alles kommt so schnell es geht~! Hier wenigstens ein aktuelles zur derzeitigen Kirschblüte :D

Mehrere Wagenladungen Asche von den coolen Lastwagen hier in Japan, die über Lautsprecher ankündigen, dass sie gleich nach rechts/links abbiegen oder rückwärtsfahren werden, über mein Haupt, dass ich so lang nix aktualisiert habe hier! Ich hatte 11 Tage lang ein Friedensseminar in Hiroshima und daraufhin kam meine Mutter für einen Kurzurlaub zu meinem Geburtstag am 15.3., woraufhin wir ein bisschen Kyushu und Kansai bereist haben - insgesamt kommt das dann auf knapp 2000 Photos und so viele unzählige kleine Stroys, dass ich am besten meine Arbeit kündige, um fertig zu werden. Dann wirds allerdings mit der Miete schwer. Dann…also wohl doch etwas Geduld - alles kommt so schnell es geht~! Hier wenigstens ein aktuelles zur derzeitigen Kirschblüte :D

Had an awesome weekend with so many old and new friends! <3Next stop Hiroshima + Kyushu! So there’ll be lots of stories to tell at the end of this month! See ya guyz  ;D

Had an awesome weekend with so many old and new friends! <3
Next stop Hiroshima + Kyushu! So there’ll be lots of stories to tell at the end of this month!
See ya guyz  ;D

You could assume you could get kinda lonely as a foreigner in this country, if you’re just staying for one year, but even that’s the case, fortunately japanese ingenuity will save you with great gadgets like this one… Just when you’re starting to argue with it, you may be a bit concerned about your mental state… :D