Tokyo Part II
Weiter geht’s! ;D
Wo waren wir? Achja, ich und mein Zombieauge. Das wird gleich auch nochmal vorkommen, versprochen |D
Das Tagesziel für diesen wunderschönen Samstag sollte Shopping in Shibuya sein – naja wunderschön ist nun Auslegungssache, aber an Regentagen bietet sich auch die ein oder andere einmalige Ästhetik:
Bevor es in die Reihe großer Einkaufshäuser von denen das berühmteste wohl 109 ist, ging, verließen wir den Shibuya-Bahnhof über den Hachiko-Exit, um das Pflichtfoto mit der dazugehörigen Statue zu schießen – ich konnte einfach nicht fröhlich schauen auf dem Bild im Gedenken an die traurige Geschichte um den treuen Hund 。:゚(。ノω\。)゚・。
Bevor es dann zum Shoppen ging, sprach mich dann neben der Gedenkstatue noch ein Modelscout von der Seite an – von der Nicht-Zombieseite – und wurde schnell konkret bezüglich Fotos für eine Modezeitschrift im Juni. Als ich mich dann zu ihm drehte und er einem netten, aber blutunterlaufenen Blick begegnete, bereute er das eventuell etwas XD
Naja, jedenfalls ein paar Einkäufe später, die sicher auf den Fotos der nächsten Einträge zu sehen sein werden, war es dann auch schon wieder Nacht. Samstagnacht. In Tokyo. 

〜( ̄▽ ̄〜) (〜^∇^)〜 〜( ̄△ ̄〜) ┗(`ー´)┓┏(^0^)┛ (ノ≧∀≦)ノ

ヽ(○´∀)乂(*´∀`*)乂(∀`●)
Alles Freunde, die Shotaro mir vorstellte und da man hier ja nicht mehr nach Hause kommt, wenn man die letzte Bahn um kurz nach Mitternacht nimmt, blieb genug Zeit, dass sie auch meine Freunde wurden – etwa 21Uhr trafen wir uns in nem Cafe, von dort ab 22Uhr in nen Club, bis kurz vor 1Uhr, weiter in ne Bar und von dort wieder in das Cafe, bis wir irgendwann um 6Uhr den Heimweg antraten.
Dementsprechend bescheiden fiel dann die Planung für den Sonntag aus – um etwa 15Uhr kamen wir in Harajuku an; Shoppen Part II \(^∀^)メ(^∀^)ノ
Also wer Accessoires sucht, ist hier wirklich genau richtig – es gab wirklich alles o_o
Ansonsten hat noch die berühmte jap. Medienfirma Nico Nico hier ihren Hauptsitz; natürlich mit kleinem Shop, in dem man sein Geld loswerden kann für allen möglichen Vocaloid-Stuff oder praktisch alles mit dem Logo der Firma. Erklärungen dazu lass ich jetzt mal weg, wer es kennt, der kennt es, wer nicht, darf sich trotzdem an diesem schönen Foto im Shop erfreuen xD
Dem Sonntag geschuldet war, wie auf dem ersten Foto zu sehen, auch recht viel los und nachdem es eins der Modeviertel für junge Leute, oder alte, die sich weiterhin jung fühlen, ist, war die Hälfte der Menschenmenge weder zum Einkaufen noch zum Besichtigen dort, sondern hauptsächlich um die aufwendig selbstkreierten Outfits von allen Genres, Abstufungen und Interpretationen der Visual Kei-, Streetstyle-, Lolita-, und was es sonst noch so für Szenen gibt, zur Schau zu stellen. Kurzum ein Ort mit Unmengen Rüschen, Ketten, Kleidern, Stiefeln, gefärbten Haaren, und einem Haarspray-Verbrauch, den eine Großfabrik wohl gerade so an einem Tag Vollbetrieb nachkommen kann.
Einen guten Eindruck kann sicher diese Schaufensterpuppe vermitteln:
Viel mehr Fotos gibt es allerdings nicht, nachdem wir selbst in einen kleinen Kaufrausch verfielen, bis uns die Menschenmenge etwa um 18Uhr vor dem nahegelegenen kaiserlichen Yoyogi-Park wieder ausspuckte. Zwar hieß uns das riesige Holztor am Eingang durchaus willkommen, nur hatten wir leider kaum Zeit mehr, da wir bis 19Uhr in Shibuya sein mussten – Shotaro hatte ein Jahr an einer Uni für darstellende Künste Theater studiert und eine Freundin aus dieser Zeit, trat an diesem Abend in einem kleinen Theater als Hauptdarstellerin auf.
Zusammengefasst ging es um das Mädchen eines verwaisten Geschwisterpaares, das bei einem der Dorfältesten großgezogen wurde, und welches als bereits Erwachsene während eines Traumes von einer gesichtslosen Frau ein Neugeborenes übergeben bekommt. Tatsächlich findet sich dann am nächsten Morgen vor der Haustür ein Baby vor und nachdem die kleine Familie sich nicht zum aussetzen des Kindes überwinden kann, wie es zu dieser Zeit eigentlich üblich gewesen wäre, beschließt die Frau das Kleine zusammen mit ihrem Bruder großzuziehen. Nach einem Gewirr von vielen weiteren Darstellern, die untereinander interagieren, durch gesellschaftliche Zwänge ihre Liebe nicht ausleben können, zwischen Armut und mütterlicher Verantwortung hin und hergerissen sind und generell ganz viel Drama-Drama (allerdings wirklich gekonnt, obwohl die meisten erst etwa Drittsemester sind), das ich nicht mal knapp zusammenfassen könnte, wenn das Schauspiel auf Deutsch stattgefunden hätte, löste sich in einer großen Endszene alle Spannung auf – die leibliche Mutter durfte mit ihrem Geliebtem, einem jungen Samurai, trotz unterschiedlichem gesellschaftsschichtlichem Hintergrund zusammenleben, konnte somit das Kind nun doch großziehen, und das Geschwisterpaar hatte am eigenen Leib gelernt, durch was für zwingende Umstände eine Verwaisung manchmal zustandekommen kann sowie, dass eine solche keineswegs bedeutet, dass die Eltern sie nicht genug geliebt hätten, um sie behalten zu wollen – sodass die beiden ebenso Frieden mit ihren unbekannten Eltern schließen konnten.
Gute Unterhaltung und nebenbei auch noch Unterricht in alt-japanischer Redensweise – Danke Yuri-chan :D! (Zweite von Links)
Den Abreisetag begannen wir etwa um 11Uhr – erst zum Hauptbahnhof Tokyo und um einen der Coinlocker kämpfen (ernsthaft, es ist eine Schlacht o_o), um unser Gepäck einzusperren, von dort nochmals nach Harajuku, um der Einladung in den Yoyogi-Park nachzukommen. Nach einem etwas verspätetem Frühstück im Grünen, genossen wir das weitläufige kaiserliche Gelände~





…erfrischten uns an einer Quelle, die seit Jahrhunderten eines der klarsten Wasser der Region führt~
…und durchquerten die kaiserliche Straße des Alkohols. Links etwa 20m Fässer mit Bordeaux-Weinfässern, rechts Sake. Was plant der gute alte Akihito da wohl? xD 
Eventuell darf sich ja jeder der kaiserlichen Wachen, die tagein tagaus hinter rumalbernden Touristen hinterherlaufen müssen, zum Jahresende ein solches Fass aussuchen. Ich könnt’s verstehen.
Für uns ging’s jedenfalls weiter in die Innenstadt zum weltweit einzigen Square Enix-Café, an das ebenfalls ein Shop und ein Ausstellungsraum angeschlossen ist (Mediengigant der Projekte wie etwa Final Fantasy und Kingdom Hearts geleitet hat). Von Außen bis Innen war der Bau absolut imagetreu fantastisch und futuristisch ausgestaltet.






Im Café wurde sich dann erfrischt mit überteuerten alkoholfreien Cocktails mit Namen wie Potion, High-Potion, Elixir, Ifrit, usw., sowie Eisbechern, in denen z.B. ein Schwert aus dem Finalfantasy-Film als Schoko-Miniatur steckte |D Otaku-Power ahoi! xD
Da es bereits etwa 17Uhr war, machten wir uns schnell auf den Weg nach Shimokitazawa, einer eher unbekannten Gegend, die allerdings modisch etwa so viel zu bieten hat wie Harajuku – nur weniger Gedränge :‘D
Trotz zweistündigem Umsehen kam für uns beide allerdings nicht viel mehr raus als ein Armband für jeden, ne stylische Gegend war’s dennoch :‘D
19Uhr, Abendessen, der Tokyo-Tower und unser Gepäck vom Hbf. holen, standen noch aus bis zur Abfahrt des Busses um 21:20Uhr!
Nach langen 30min Anfahrt bis zum Tower, hielten wir dann aber doch prompt inne bei dem glühenden Etwas, das plötzlich vor uns in den Nachthimmel emporragte:
Diesmal musste es unbedingt nach oben gehen, kein Pardon! Und im Gegensatz zum Skytree hatte man hier auch das gefühlt, dass es sich lohnt – der mit seinen pulsierenden Straßenadern durchzogene Organismus Tokyo entfaltete sich in voller Größe zu unseren Füßen:

Kann ich nur jedem empfehlen, der mal nach Tokyo reist~ (`・ω・´)”
…Ohja und ich hatte ein Déjàvu zu meinem Trip noch Shikoku mit seinen Wasserstrudeln |D Schockt den begeisternd photografierenden Tobi, der alles andere um sich herum dabei vergisst nur damit, dass man ihn aufmerksam macht, mal kurz nach unten zu schauen und da plötzlich kein Boden mehr unter den Füßen ist x’D
20:50Uhr. Rennen. Stoppen. Einmal McMenü zum Mitnehmen bitte. Rennen. U-Bahn. Gedränge, McDonaldstüte reißt, Orangensaft überall, netter Bahnangestellter der sich sofort drum kümmert, Rennen, Coinlocker, Rennen, 21:30Uhr, zum Glück in der Eile die Karte falsch verstanden – „21:20Uhr bitte anwesend seien, Abfahrt 21:40Uhr!“
Und die Reise endete wie sie begonnen hatte – Eine erneute Entschuldigung an unsere Sitznachbarn für den eventuell nicht ganz so lieblichen Duft |D









































































































